Zwischen Vatertag und Pfingsten (13.-24.05.99) ergaben sich
12 Tage Urlaub. 11 Tage davon nutzte ich,
gemeinsam mit Markus die "wilde Romantik" der Bergwelt der Pyrenäen

auf dem Motorrad zu erkunden,
leider etwas zu früh im Jahr, wie wir später feststellen mussten.
Es wurden teils anstrengende, aber erlebnisreiche 4.000 km im Sattel einer grossen Enduro.



Tour-Verlauf:

Hinfahrt: Köln - Paris - Brive-La-Gaillard - Martel (Aufenthalt und Tour durch die Dordogne)
Martel - Toulouse - Tarbes (Aufenthalt und Tour auf die hohen Pyrenäen-Pässe, soweit wegen des Schnees möglich)
Tarbes - Foix - Carcassonne (Aufenthalt, Trocknen der Kleidung und Besuch der Cite)
Carcassonne - Ax-les-Thermes - Perpignan - Argeles-sur mer
(Aufenthalt und Tour zur Gorges de la Fou sowie Tour an der Cote Vermaillle bis Espana)
Argeles-sur mer - Sete - Laupian (Aufenthalt bei Jean-Pierre)

Rückfahrt: Laupian - Lyon - Luxembourg - Köln


Abfahrt in Hoffnungsthal am 13.05.99


11 Stunden später: Ankunft in MARTEL, knapp 20 km südlich von BRIVE LA GAILLARD


Collonges la Rouge (Dordogne)

ROCAMADOUR
Die auf einem Felshang erbaute Stadt Rocamadour ist wegen der Grabstätte des Märtyrers St. Amadours bekannt. Die Stadt ist seit dem 12. Jahrhundert für Pilger auf ihrer Reise nach Santiago de Compostela ein bedeutender Wallfahrtsort. Die Kapellen und Schreine befinden sich an verschiedenen Stellen des steilen Hanges und sind über einen Treppenweg zu erreichen. In früheren Zeiten erklommen die Pilger die Stufen auf ihren Knien. Vom Schloß hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und das umgebende Tal. In der Kapelle von Notre Dame befindet sich eine beeindruckende Statue der Schwarzen Jungfrau. In der Kapelle von St. Michel sind wundervolle Fresken aus dem 12. Jahrhundert erhalten geblieben.

CAHORS (DORDOGNE): Pont Valentré
Rund um das verschlafene Städtchen Cahors schlängelt sich der Lot mit seinen zahlreichen Flußmäandern. Cahors ist für seinen schweren, dunklen Wein und seinen belebten Markt bekannt. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Brücke Pont Valentré. Ihre sechs Brückenbögen, die den Fluß überspannen, wurden zu Verteidigungszwecken gut befestigt. Der von Platanen gesäumte Boulevard Gambetta ist die Hauptstraße der Stadt. Er ist nach dem bekannten Widerstandskämpfer Léon Gambetta benannt, der hier geboren wurde. Die Kathedrale St. Etienne, die versteckt in den alten Straßen der Stadt liegt, besitzt einen wunderschönen alten Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert sowie ein romanisches Tympanon (Giebel- oder Türbogenfeld) und herrliche Kreuzgänge, die noch aus der Renaissance stammen. Von dem auf der anderen Flußseite gelegenen Mont St. Cyr hat man einen ausgezeichneten Blick über die ganze Stadt.


noch in erster Hand und bestens gepflegt: Citroen Baujahr 1948


Auffahrt zum COL D'ASPIN


schneefrei: der COL D'ASPIN


Blick auf den LAC D'OREDON


bei teils mühsamen Altschneefurten zum LAC D'AUBERT (Parc National des Pyrenees)


noch zugefroren: der LAC D'AUMAR im Parc National des Pyrenees


Rast in Arreau (es war gerade mal sonnig!)


ein Pass im Grünen: COL DE BEYREDE


Durchfahrt versperrt: Blick vom COL DU TOURMALET nach Westen

Sollten uns die "Schneebretter" wirklich aufhalten können? Markus überredete mich zur Abfahrt auf Brettern auf Schnee.
Wenig später musstern wir dann feststellen, daß Felsbrocken und Lawinen an weiteren Serpentinen ein Weiterkommen unmöglich machten. Dies bedeutete mühsame Rückkehr, jetzt allerdings bergan !


Die befahrbare Grotte bei LE MAS-D'AZIL (zwischen Saint Girons und Foix)
die Höhle, gebildet vom Fluss ARIZE, ist 400 m lang und teilweise beeindruckend hoch,
teilweise sehr flach.
Hier suchten im Laufe der Geschichte (bereits vor 30.000 Jahren) viele Menschen Zuflucht (AZIL=Asyl).

CARCASSONNE (Departement Aude, Languedoc)
Carcassonne ist eine mittelalterliche Stadt, die bis ins kleinste Detail wieder aufgebaut wurde. Der obere Teil der Stadt ist von Festungswällen und Türmen umgeben. Von hier aus hat man einen guten Blick über den Fluß Aude und die unteren Stadtteile. Die Stadt wurde ursprünglich von den Römern gegründet. Aufgrund ihrer strategischen Lage war Carcassonne im Mittelalter häufig in Konflikte verwickelt. Die Restaurierung der Stadt im 19. Jahrhundert durch den Architekten Viollet-le-Duc hatte kontroverse Reaktionen zur Folge. Innerhalb der beiden Festungswälle befindet sich das gut befestigte Schloß Château Comtal. Es ist von einem Graben, fünf Türmen und einer hölzernen Galerie umgeben, die der Verteidigung dienten.


Die Basilika St. Nazaire (linkes Bild) ist eine großräumige Kirche, die sowohl romanische als auch gotische Elemente aufweist. Im Innern der Kirche ist das berühmte Relief zu besichtigen, das die Belagerung von Carcassonne (1209) darstellt.


COL DE CHIOULA (1431m) und COL DE PAILHERES (2001m)


Blick nach Osten vom COL DE PAILHERES


Pyrenäen-Schwertlilie : am COL DE PAILHERES


Abfahrt vom COL DE PAILHERES


die GORGES DE CALAMUS, nördlich der D-117 zwischen Axat und Perpignan

ein kleines Päuschen mitten in den GORGES DE CALAMUS
Blick nach Süden: hier beginnt der nördliche Teil der Pyrenees Orientales


ARGELES-SUR-MER: Strand mit Blick nach Süden, Richtung COLLIOURE


die COTE VERMEILLE und nochmals: COLLIOURE:
Künstler wie Matisse und Derain lebten hier und machten den kleinen Fischerort zum Mittelpunkt des FAUVISMUS


BANYULS-SUR-MER und die Spanische Grenze, 4 km südlich von CERBERE


Abstecher in den GORGES DE LA FOU, 50km südwestlich von Perpignan


PONT DIABLO: Brücke über die TECH in CERET


Austerntische in der Meeresbucht vor SETE - frische Austern, die mir Jean-Pierre servierte


versteinerte Austernbänke: ca.150 Millionen Jahre alt - Miesmuscheln köstlich zubereitet und rustikal verzehrt


wo Jean-Pierre lebt: LAUPIAN in der Nähe von SETE

und weiter gehts